Klein, Leicht, Unauffällig - Warm, Leise, Komfortabel!
VORTEILE
NACHTEILE
BEWERTUNG
Liebe Outdoorfreunde,
Heute und hier geht’s es um eine Isomatte. Meiner Meinung nach aber nicht um irgendeine Isomatte: Die VAUDE Performance L gehört zu jener Kategorie von Outdoor‑Ausrüstung, die man erst zu schätzen weis, wenn man sie im Gelände benutzt hat – und das durfte ich für euch tun. Auf dem Papier wirkt sie wie eine typische ultraleichte Matte: geringes Gewicht, kleines Packmaß, minimalistisches Design. Doch sobald man sie ausrollt, aufbläst und die erste Nacht darauf verbringt, merkt man, dass VAUDE hier nicht einfach eine weitere „UL‑Matte“ gebaut hat, sondern ein durchdachtes Stück Technik, das Komfort, Isolation und Gewicht in ein sehr ausgewogenes Verhältnis bringt – kannte ich nicht in dieser Form bei so leichten Matten.
Schon beim Auspacken ist mir aufgefallen, wie hochwertig die Matte verarbeitet ist. Die Schweißnähte wirken präzise, die Oberfläche ist gleichmäßig strukturiert und das Material fühlt sich hochwertig an – nicht zu glatt, nicht zu rau. Durch die „Schwammerlstruktur“ ist der Komfort noch einmal deutlich erhöht finde ich, aber dazu später. VAUDE setzt hier auf ein TPU‑laminiertes Polyamid, welches sowohl abriebfest als auch erstaunlich flexibel ist – weich und fest zugleich, fühlt sich genial an!
Die Performance L wirkt nicht wie ein empfindliches UL‑Produkt, das man nur mit Samthandschuhen anfassen darf. Sie vermittelt eher den Eindruck: „Ich bin leicht, aber ich kann was einstecken.“ Das habe ich erst sehr selten bei leichten Produkten, egal welcher Kategorie, so deutlich gespürt.
Das Packmaß ist beeindruckend klein – ungefähr Bierdosenformat (also schätz ich mal, ich selbst trinke kein bier
Bevor ich zu meinen Test Nächten komme hier noch etwas Trockene Zahlen:
Die L‑Version richtet sich an Menschen, die etwas mehr Länge brauchen oder einfach gerne großzügig liegen – ich bin letzteres, denn mit meinen 179cm bin ich definitiv kein Riese. Mit rund 600–650 g (je nach Charge offenbar) ist sie zwar nicht die leichteste Matte am Markt, aber sie spielt klar in der UL‑Liga mit!
Maße aufgeblasen:
- Länge: ca. 195 cm
- Breite: ca. 60 cm
- Dicke: ca. 7 cm
Die Dicke ist ein entscheidender Punkt: 7 cm bieten genug Luftpolster, um auch Seitenschläfern wie mir eine angenehme Nacht zu ermöglichen. Keine Hüfte, die durchdrückt, kein Schulterpunkt, der den Boden berührt – ausreihendes aufblasen vorausgesetzt. Und damit kommen wir schon zu diesem Thema (bewundert hier bitte meine Überleitung
VAUDE verwendet ein hochwertiges Ventil mit Rückschlagklappe, damit die eingelassene Luft nicht entweichen kann. Normalerweise kommt ein Pumpsack dazu – ich erhielt leider keinen zum testen und musste daher „MC gyvern“ und den Pumpsack meiner anderen Matte mit isolierband ankleben um die zu befüllen. Leider habe ich davon kein Foto – die Mühe war enorm, aber ich wollte unbedingt vermeiden, mit dem Mund aufzublasen!
Um sie Abzulassen, muss man dann einfach einen Finger in die Öffnung Stecken um die Rückschlagklappe zu öffnen. Wie bei jeder UL Matte, ist sie nicht leicht wieder in die Packung zu bekommen nach dem zusammenrollen- aber das kennt man ja
Der Komfort ist der Punkt, an dem die Performance L für mich wirklich heraussticht. Die Luftkammerkonstruktion ist wie oben schon gesagt „Schwammerlförmig“ und dadurch ist es in jede Richtung nicht leicht runterzurutschen.
Die Oberfläche ist leicht strukturiert, sodass der Schlafsack nicht rutscht. Das Material raschelt kaum – ein großer Pluspunkt gegenüber vielen Konkurrenzmatten, die sich anhören wie eine Tüte Chips.
Der R‑Wert liegt bei ca 5.0, was die Matte klar in die 4 Jahreszeiten Matte einordnet. Laut Hersteller auch bis -20° geeignet. Das hatte ich nicht ganz bei meinem Test aber immerhin -12° und sehr „Feuchte“ Kälte.
Die Isolation basiert auf einer Schaumstruktur im Inneren, die Luftbewegung reduziert und damit Wärmeverlust minimiert. Das ist effizienter als reine Luftmatten, aber leichter als vollschaumige Modelle. Leichter sind nur die Modelle mit den Folien (Infrarot reflektierend) – diese Rascheln jedoch wie die besagten Chipstüten
Wie habe ich die Matte für euch testen können? Leider muss ich mich entschuldigen – ich hab nur Übersicht Fotos der Übernachtungen und keine direkten der Matte. Das habe ich einfach beinhart vergessen
Einmal war ich bei einer richtig kalten Nacht am Berg. Auf 3400hm gemütlich neben einem Zugeeisten Felsblock. Traumhafter Sonnenaufgang nach einer bitterkalten Nacht. Allerdings nicht vom Boden – die Matte war warm, gemütlich, leise und ich hab mir keine sorgen machen müssen das sie vom Boden zerstochen wird; letzter Punkt ist allerdings überwiegend darauf zurückzuführen, dass der Boden Schnee war


Die zweite Nacht war auf meinem Hausberg. Bei gemütlichen -2° über nacht und Windstille hat die Matte auch ihren Dienst super absolviert – Warm sowieso, weiche wie gewohnt und auch vor dem stacheligen Grasboden musste ich keine Angst haben.


Das macht mir sehr Lust auf weitere Nächte im Freien – mit dieser Matte kein Problem auch bei sehr widrigen Bedingungen.

Abschließend kann ich hier nur noch sagen: wer eine gute Isomatte sucht und nicht viel Tragen möchte, ist sehr gut beraten! Sie ist nicht die leichteste, aber sicher eine der gemütlichsten da draußen. Und ebenso ist sie auf jeden Fall nicht die Teuerste, sondern mit Preisen ab 150€ absolut Fair unterwegs. In diesem Sinne: Gute Nacht!